Schöpfung

Als ich mit dem Teleskop in die Nacht spähte, blickte ich beim Fokussieren auf meine Hand, ich bemerkte, daß soeben ein Teil des Kosmos einen Anderen betrachtete. Dasselbe geschah, als ich ins All blickte, der Kosmos betrachtet sich selbst, und gelangt durch das Bewusstsein zur Existenz. Staunender Sternenstaub, Zweifel und Zuversicht.


Die Schöpfung

Am Anfang schuf die Singularität Geist und Materie,
Der Materie versprach Sie Zeit und Raum, damit sie sich ausdehne.
Der Geist sollte hingegen
Zeitlosigkeit bekommen und ohne Raum sein.
Darüber entstand im Geist Neid, da er sah, dass die
Materie Zeit und Raum bekommen sollte, ihm aber
diese versagt blieben.
Als die Singularität die Undankbarkeit des Geistes
erkannte, verfluchte Sie ihn und kettete ihn an die
Materie.
Die Materie war aber unfassbar grösser als der
Geist und sie war ein Irren und Wirren. Der Geist
kräuselte sich schwach und ängstlich in seiner Dunkelheit.
Erschrocken über dessen Entwicklung brachte die
Singularität aus sich die Liebe und die Hoffnung
hervor und gesellte sie dem Geist zu.
Anschliessend löste Sie ihr Versprechen gegenüber
der Materie ein und
ES WARD LICHT!
Der Geist war nun an die Materie gebunden,
aber nur selten wurde er so stark, dass er sich
seiner bewusst war.
Und da er sich den Gesetzen der Materie
unterwerfen musste, war er immer nur für kurze
Zeit in der Lage Ordnung in das Chaos der
Materie zu bringen.
Kraft dazu gab ihm die Liebe und am Leben
erhielt ihn die Hoffnung, dass einst Zeit und Raum
enden würden, und damit die Fesseln der Materie.

Total Eclipse 1999

Gespanntes Schweigen inmitten der Stadt,
kein Wesen, dass die Stille nicht empfunden hat,
in der unwirklichen Nacht.

Staunende Welt, in Feenlicht getaucht,
schattenloses Zwielicht, kühl angehaucht,
vom irritierten Wind.

Ein Lichtkuss, der Mond gibt die Sonne frei,
doch mit deren Licht strömt Lethe herbei,
zu schnell vergisst die Welt.

Blutmond


Sieh, Kind, hinaus in die tiefe Nacht,
dort wartet der Mond in runder Pracht
auf Dich

Der Bleiche zeigt sein wahres Gesicht
und malt die Welt in blutrotem Licht
für Dich

Nein, Mutter, die Nacht ist finsterkalt,
schütz mich vor des Mondes Urgewalt,
hilf mir!

Ich hab´ Schmerzen und mir ist nicht wohl
und draussen höhnt der Blutmond so hohl,
hilf mir

Nicht finster ist die Nacht, auch nicht kühl,
der Blutmond ist doch nur Farbenspiel,
glaub mir.

Vergiss den Schmerz, Kind, hab keine Angst,
es ist nicht der Mond vor dem du bangst,
glaub mir.

Ich schau hinaus in die tiefe Nacht,
dort steht der Mond in runder Pracht.
Zeigt er mir nun sein wahres Gesicht?
Blutrot oder bleich, ich weiss es nicht

 

Nachthimmel

Wie schön, dass es die Nacht gibt,
samtschwarze Decke, sternendurchsiebt,
die mich bedeckt.

Lichtdiamanten, Eissaphir,
mein Auge ersehnt Bilder in ihr,
die sie versteckt.

Smaragdtafel Firmament,
gibt alle Antwort, dem der erkennt,
wenn sie ihn weckt.

Origines

pulvis et lumen eramus
mixtus in nebulis
sideribus excusus
spiramus speramus

Staub und Licht waren wir
gemischt in Nebeln
in Sternen geschmiedet
atmen und hoffen wir