Sein

Ich vermute, dass jeder Mensch unzählige Facetten hat. Jedenfalls mehr, als man zu zählen vermag, ohne sich zu Tode gelangweilt zu haben.
Jeder von uns ist widersprüchlich, vereint aber auch Widersprüche in sich.
Am Anfang war das Oxymoron, und das Oxymoron wurde Fleisch, und das Fleisch war das Oxymoron.
Ich vermute jeder Mensch......, aber nur von mir kenne ich es

Was ist das Leben ? Welches Leben ? Das Leben an sich ? Das individuelle Leben ? Die Herkunft, der Sinn, das Ende ?
Warum quälen uns diese Fragen ?
Ist das Leben “fragen”, dann fragt,  fragt, fragt, doch erwartet keine Erkenntnis und Weisheit aus den Antworten.
Doch eine gute Antwort kann der Mutterboden sein, der eine neue, bessere Frage hervorbringt.

Ihr merkt also, ich habe keine Ahnung  davon, deswegen lasse ich Eric Idle sprechen, ein Zitat aus dem Film “Sinn des Lebens”, über den man gut ablachen kann, sogar wenn man ihn nicht begreift
Is life just a game, where we make up the rules, while we´re searching for something to say, or are we just simply spiralling coils of self-replicating DNA?
For millions this life is a sad vale of tears, sitting round with really nothing to say,
while scientists say we´re just simply spiralling coils of self-replicating DNA

 

Menschsein

Ich bin Tier, bin Mensch, ICH GOTT !
Vollkommen, beschränkt, Dreckshundsfott
Bin Cherub, Seraphim, Engel
Ahasver, Lichtträger, Stinkeschwengel

Geboren, erkoren
Geschöpft, erschöpft
Zerstört, erhört
Zuerst, erlöst
Ich bin Helfer, hilflost
Gnädig, erbost
Herr, und Knecht
recht ungerecht, und gerecht

Ich bin Tag, und Nacht
Bedacht, verlacht
Besonnen, entronnen
Verloren, gewonnen
Zukünftig - gewesen
Voll Unsinns belesen

Ich bin !  Ich....

Sei achtsam Mensch,

Mensch, weh dir, wenn Gäa deiner
Anwesenheit gewahr wird.

Also Mensch,
verhalte dich ruhig und tue nichts,
dessen man dir grollen könnte.

Mensch,
Wenn du dich weise verhältst,
bleibt der Wimpernschlag deiner Existenz,
vielleicht unbemerkt.

Arm an Schuld, vielleicht sogar unbemerkt,
existiert zu haben,
mehr Gnade,
Mensch,
wartet hier nicht auf dich

Probleme

Ach, ich hab Probleme mit Dir,
Du allmächtig,
ich ohnmächtig,
und die Schuld liegt bei mir.

Eine Welt in sechs Tagen,
am siebten faulenzen,
ich kenn meine Grenzen,
Du hast das Sagen.

Galaxien erschaffen,
Leere mit Licht,
ich kann das nicht,
das beeindruckt uns Affen

Diese saftigen Planeten,
grasgrün, wasserblau,
weißkalt, warm und lau,
gelingen nicht jedem.

Und der Schöpfung Krone,
Du weise,
wir scheiße,
auch nicht ganz “Ohne”

Und jetzt mal zu mir.
Ich Mensch,
Du Gott.
Ach... ich hab Probleme mit Dir.

Tempus Fuge!

Zeit, du bist mein Feind
mit dem Teufel im Bunde,
mit der Not vereint.
Du heilst keine Wunde,
du schenkst keine Stunde,
du bist der Geist, der stets verneint.

Zeit, du bist nichts ohne den Raum,
ohne den Geist existierst du nicht,
so dumm, wie damals im Quantenschaum,
du bist dümmer als das Licht,
einfallslos, du entwickelst dich nicht,
den Rest der Materie interessierst du kaum.

Zeit, wie oft hätt ich dich gebraucht.
Wo warst Du? Du hieltest dich versteckt.
Hatt ich Schmerzen und Angst bist du aufgetaucht,
hast mich genüsslich lange, ...wie sagst du? ..geneckt.
Du labst dich am Leiden, nicht wie man verreckt.
Ganz langsam hast du dein Pfeifchen geschmaucht.

Zeit, du gleichgültige Schnalle,
wenn ich dich in die Finger kriege,
... ich mach dich sowas von alle,
das wird der letzte meiner Siege,
denn wenn ich tot im Boden liege
entrinn ich deiner Zauberfalle.
Zeit, du bist nichts!

Lebensfragen I

Das Leben fragt mich,
was ich von ihm erwarte
ich kraule versonnen im Barte
und sage “Dich”

Und Du,
Du fragst mich,
was ich von Dir erwarte,
ehrlich,
ich erwarte nichts

Das Nichts,
das Nichts fragt mich,
was ich von ihm erwarte,
..........
Oh Nichts und Leben und Du!
Lasst mich bitte in Ruh´!
Nichts und Du und Leben,
unisono,
Eben!

Rat an den Rastlosen

Ich sitze hier.......
trink.... mein Bier...,
und fröhn der langen Weile.
Und Du mein Freund,
los auf mit Dir,
die Welt ruft,
Hinaus!...Eile!

....Ich soll Dir nach?
gemach....... gemach....
nicht jeder sucht das Weite,
Doch Du mein Freund,
Los auf mit Dir!
Die Welt braucht solche Leute

....Ich bleib zurück....
in meinem Glück,
.....ich weiß, wer rastet, ...rostet,
Nun Du mein Freund,
los auf mit Dir!!
die Welt harrt, die nichts kostet!

Wenn Du und ich vorm Anfang stehn,
die letzte Sekunde ewig sehn,
wird alles Streben nichtig,
...Ach Du mein Freund...
setz Dich zu mir...,
die Welt nimmt sich zu wichtig.